Webradio und Livestream

Tagestipp

Heute, 00:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Neue Musik

Das Rätsel als ästhetische Kategorie Der Komponist Michael Quell Von Yvonne Petitpierre Seine Kompositionen zeugen von feinnerviger Komplexität und Sinnlichkeit. Im Mittelpunkt stehen existentielle Fragen, die er in faszinierenden Klangwelten musikalisch zu fassen sucht. Michael Quell, Jahrgang 1960, fasziniert das abenteuerliche ästhetische Potenzial einer Vorstellung, weil das eigentlich Substanzielle stets im Verborgenen bleibt. In den Fokus rücken Strukturen und Formen, die hinter der Oberfläche des Wahrnehmbaren stehen. Seine Musik ist stark geprägt von der Vorstellungswelt der Quantenphysik, Chaostheorie sowie dynamischen Prozessen und Philosophie. Die unterschiedlichen Werkkonzepte versuchen verborgenen Substanzen im Universum klanglich Gestalt zu verleihen, begeben sich aber auch auf die Ebene visionärer Momente, der Utopie. Um das Alltagsbewusstsein zu schärfen, wollen seine Kompositionen neue Hör- und Wahrnehmungsräume öffnen.

Konzerttipp

Heute, 09:05 Uhr BR-Klassik

BR-KLASSIK - Philharmonie

Das Konzert am Vormittag Cécile Chaminade: "Pièce romantique" (Sharon Bezaly, Flöte); Camille Saint-Saëns: Tarantelle (Sharon Bezaly, Flöte; Schwedisches Kammerorchester, Klarinette und Leitung: Michael Collins); Wolfgang Amadeus Mozart: Rondo D-Dur, KV Anh.B 184 (Sharon Bezaly, Flöte; Ostbottnisches Kammerorchester: Juha Kangas); Claude Debussy: "Syrinx" (Sharon Bezaly, Flöte); Georg Philipp Telemann: Konzert e-Moll (Michala Petri, Blockflöte; Sharon Bezaly, Flöte; Björn Gäfvert, Cembalo; Schwedisches Kammerorchester: Urban Svensson); Albert Roussel: Trio F-Dur, op. 40 (Sharon Bezaly, Flöte; Mitglieder des Gaede Trio) 10.00 Nachrichten, Wetter Tonhalle-Orchester Zürich Leitung: Lorenzo Viotti Solistin: Veronika Eberle, Violine Erich Wolfgang Korngold: Violinkonzert D-Dur, op. 35; Richard Strauss: "Rosenkavalier-Suite"; Maurice Ravel: "La Valse" Aufnahme vom 27. April 2022 in der Tonhalle, Zürich Anschließend ab ca. 11.10 Uhr: Franz Schubert: Sonate B-Dur, D 960 (Krystian Zimerman, Klavier)

Hörspieltipp

Heute, 20:10 Uhr Deutschlandfunk

Hörspiel

Wurfsendung nonstop Mini-Hörspiele am laufenden Band Von Brigitte Abraham Ruth Johanna Benrath, Christian Berner, Anna-Luise Böhm, Susanne Franzmeyer, Erwin Grosche, Astrid Litfaß, Marie T. Martin, Katharina Schlender, Frank Schültge, Robert Schurz, Wolfgang Seesko, Jan Theiler, Turbo Pascal und Frank Zauleck Regie: N.N. Mit Britta Steffenhagen und Gisa Flake Musik: Ton und Technik: N.N. Dramaturgie: Julia Tieke Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2022 Länge: 48"00 Die "Wurfsendung" ist das kürzeste Hörspiel der Welt. Täglich wird diese eigensinnige Radiokunst in das Programm von Deutschlandfunk Kultur geworfen. Nun sind 99 Wurfsendungen in einer abendfüllenden Bühnenshow aneinandergereiht. Die beiden Schauspielerinnen Britta Steffenhagen und Gisa Flake wechseln darin mit viel Improvisationstalent permanent ihre Rollen, von Kaspar und Grete zu Mutter und Tochter und wieder zurück. Sie testen Torten, entsorgen lyrische Versuche aus der Pubertät und treten nicht zuletzt als Disziplin, Tatendrang und Ehrgeiz auf. Zu hören ist ein Zusammenschnitt aus Live-Auftritten beim Hörspielsommer in Leipzig und der Hörspielwiese in Köln, im Sommer 2022. Wurfsendung nonstop

Featuretipp

Heute, 19:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

Vom Problem zur Herausforderung! Coaching in allen Lebenslagen Von Thilo Schmidt Ohne offizielle Qualifizierung dürfen auch Sie sich "Hundecoach" oder "psychologische Beraterin" nennen und für Ihre Beratung hohe Honorare verlangen. Guter Rat kann nie schaden: bei Liebeskummer und Seelenschmerz, in Finanzdingen, bei der Berufswahl, beim Fitnesstraining oder wenn der Hund nicht gehorcht. - "Wer ist denn da für die Beratung zuständig?!", fragen wir schnell, wenn eine Politikerin oder ein Politiker unangenehm auffällt. Nur: Berater darf sich jeder nennen. Auch Trainerin oder Coachin sind keine geschützten Berufsbezeichnungen. Das Feature blickt in eine Welt der Ratschläge, Risiken und Nebenwirkungen.

Podcast

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NDR

Georges Simenon: Brief an meine Mutter

Nach einem autobiographischen Text von Georges Simenon. Als Georges Simenon in seine Heimatstadt Lüttich kommt, um seine 90-jährige Mutter während ihrer letzten Tage zu begleiten, richten sich im Krankenhauszimmer zwei Augen von verwaschenem Grau auf ihn. "Warum bist du gekommen, Georges?" So beginnt ein letztes, regloses "Duell" zwischen Mutter und Sohn. Wer war diese Frau? Wieso war ihr Kontakt zeitlebens gestört? Drei Jahre nach ihrem Tod schrieb Simenon seiner Mutter diesen Brief. Es ist sein wohl bedeutendster autobiographischer Text, keine finale Abrechnung, vielmehr der Versuch, zu verstehen. Mit: Werner Wölbern. Musik: Fatima Dunn. Übersetzung aus dem Französischen: Melanie Walz. Bearbeitung und Regie: Elisabeth Weilenmann. Redaktion: Susanne Hoffmann. Produktion: NDR 2020.

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